Sonntag, 22. März 2015

Mmmhhh MSG (Mediterrane Saisonstart-Giggerl)

Man sagt damit man perfekt in die Saison starten kann, sollte man natürlich auch kulinarische Vorbereitungen treffen, das ist ja eigtl auch klar. Da ist es sozusagen Pflicht, dass man was italisches macht. Und das ist natürlich nicht nur superlecker, sondern auch supereinfach:


Man nimmt einfach leckere Hühnchenkeulen, oder wie die Italiener sagen mazzas di Giggollos und packt geschnittenen Rosmarin unter die Haut. Dann brät man die ganze Geschichte schön gnusprig an, man sollte aber gerade am Anfang noch nicht direkt in den Begrenzer gehen mit der Temperatur. Dafür kann man die Schenkelchen aber auch in extremer Schräglage anbraten, dann hat man noch mehr Gnusperhaut hernach.
Im nächsten Schritt packt man die Giggerl auf d'Seitn (also nebst den Herd) und brät stattdessen n paar Zwiebelchen mit noch nem extra Rosmarin für den extra Punch unten raus schön glasig an. Bisschen Tomatenmark und beliebend viel Knoblauch dazu, was leicht anrösten soll, dann schön mit so 200ml Gemüsebrühe ablöschen, ordentlich stückige 100% italische Dosen-, Tetrapak- oder Flaschentomaten zugeben, jetzt mit Vollgas aufkochen lassen, dann runterschalten und vom Gas weg, die Hähnchenkeulen wieder hineinlegen und alles in den so ca 200°Degree heißen Ofen hauen. Ich würde sagen so für a dreiviertel Stund. Wenn am Ofeneingang noch nicht alles perfekt war und man sich schwertut, das ganze runterzukriegen, hilft Gegenlenken mit bisschen Zucker, dann geht der Geschmacksschwerpunkt automatisch in die gewollte Richtung und man kommt richtig tief runter bis auch die letzten Geschmacksnerven auf ihre Kosten kommen.
Dann muss man im Prinzip nur noch ein paar Kapernäpfel /-beeren reinhauen, alles mit Salz/Pfeffer abschmecken, mit frischen Basilikumblättern anrichten und schon ist man Startklar.

Was man noch machen kann, wenn einem die Top-End-Performance noch nicht genügt, ist, mit den Zwiebelchen ein, zwei Sardellenfilets mitzubraten und aufzulösen das sollte dann auf der Midrange Zunge und vor allem oben raus noch mal einen drauflegen. Wenn man aber eh schon mit dem Punch unten rum vom Rosmarin zu kämpfen hat, sollte man lieber ein etwas zurückhaltenderes Mapping wählen.

Wichtig ist außerdem, dass die Pfanne oder der Bräter nicht beschichtet ist, Sonst findet das Hühnchen überhaupt keinen Grip. In einer echten Pfanne merkt man richtig, wie die Hühnerhaut regelrecht am Untergrund klebt und kaum Rutscher zustande kommen, was natürlich wiederum für Vertrauen sorgen kann, gerade zu Saisonbeginn ein großes Thema. Und wenn es schön auf der gleichen Stelle brät wirds auch super gnusprig. Gnuspergnuspergnäußchen oder?

Also aufgehts! Fuhrma, fuhrma! Vuigas gemma!

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