Das erste Bier vor vier und der Tag gehört Dir!
getestet. Die Brauerei steht in Haag, es wurde also ein bisschen CO2 rausgehauen damit man es hier trinken konnte, aber das hilft ja auch nix. Gekostet hat es glaub ich normal viel, da sollte man eh nicht so rumgeizen beim Weizen. Es gilt die Regel
Mogst a gscheides Weizn, derfst aa ned groß rumgeizn!
Das Weizen ist ein Erinnerungstrunk an die Leiden der Zivilbevölkerung in der Schlacht von Hohenlinden am 03.12.1800. Daran konnten wir uns grad auch nicht mehr erinnern und das Weizen hat uns dabei auch nicht helfen können, aber wir können ja gleich mal schreiben, wie unsere Eindrücke so waren. Erst mal zum Grundsätzlichen: Das Bier hat leckere 5,8rpm, also etwas mehr als normalerweise, was einen beim Kauf gleich auf einen sehr gschmackign Geschmack einstellt. Im Übrigen ist es ein dunkles Weizen und unfiltriert wie es sich gehört. Bei den Zutaten steht jedoch das Gersten- vor dem Weizenmalz und das sagt im Grunde genommen am meisten über den Charakter eines Weizens, wie sich später bestätigen wird. Die erste Flasche, die wir in die Hand genommen haben, ist erstmal direkt explodiert und wir hatten die ganze Siffe an der Hand, dafür aber auch schomma eine erste sensorische Probe und die war ziemlich arg eigtl. So jetzt mal zum Test, oder?
So leeeecker sieht gleich mal die Flasche aus. Das Lustige: Der Usrud ist so urig, dass er nichmal n Barcode hat. Der Azubi an der Kasse muss also immer schön die Artikelnummer nachschaun und dann eingeben e,e,e
Wenn man den Bügel schön aufschnalzen lässt, dann muss man achten, dass nicht gleich das ganze Weizen hinterher kommt. Also entweder gleich n Weizen Glas zur Hand haben oder aber vorsichtig öffnen. (e,e,e vorsichtig öffnen) Das Weizn schäumt relativ viel beim Einschenken, also den Einfüllwinkel α immer schön klein halten. Am Ende sollte die ganze Geschichte in etwa so aussehen:
Das Bier ist richtig dunkel, fast schon schwarz, bei meinem war die Hefe noch im Bier gelöst und so wars also schon richtig trüb auch ohne Aufschütteln. Schwebestoffe sieht man aber keine im Bier, dafür sind sie zu fein.
Der Schaum ist nicht allzu beständig. Wir haben natürlich versucht ihn sich erstmal setzen zu lassen und dann aufzufüllen, aber der wird nur grobbläsrig und verschwindet sofort wieder. Hier das Weizen nach ca 45sec:
Man könnte natürlich tönen, der Schaum würde nicht zum Geschmack beitragen, aber es ist dann doch ne Enttäuschung, wenn man noch Fotos macht und dann beim ersten Ansetzen schon die Krone eingefallen ist.
Aber deswegen wurde natürlich auch schon davor abgetrunken, höhöhö.
Wenn man trinkt, ist das in etwa so: Platziert man die Nase in der Nähe des Weizens, riecht es erstuanlicherweise nach rohem Rindfleisch. Wenn man kein rohes Rindfleisch mag, kann das unangenehm sein, allerdings sollte man dann eh nicht den FoodNoob lesen.
Hat man dann das Ansetzen endlich hinter sich, schäumt das Weizen auf der Zunge sehr feinperlig auf, etwas mehr als es sich für ein Weizen gehört, aber noch ziemlich angenehm. Geschmack nimmt man vor allem auf dem hinteren und seitlichen Teil der Zunge war, also immer schön weit nach hinten kippen beim trinken!
Jetzt zu dem, was wo einen erstaunt: Es ist ja ein "Ursud" mit 5,8% und dementsprechend Stammwürze, aber weil wohl so viel Gerste mit reingepanscht ist, schmeckt es absolut süffig, ein bisschen in Richtung Kellerbier schon fast. Es hat nur eine milde, kräutrige Würze mit einigen Karamellnoten. Im Abgang schmeckt man etwas Pflaume, Rohrzucker und ein bisschen Nelke, bis dann der Nachgeschmack eher holzig und harzig, auch ein bisschen rauchig ausfällt.
Im Allgemeinen ist es ein sehr runder Geschmack, bei dem nix wirklich stark rausschmeckt und man den ganzen Mist runterkippen kann, wie man grad lustig ist.
Man muss schon sagen, für das, was es vorgibt zu sein, ist es eigtl ne Katastrophe! Aber wenn man eben liest, dass so viel Gerstenmalz drin ist und auch "Weizen" wie das Franziskaner mag, dann hat man ne Menge Spaß am Ursud vom Unertl. Man muss es eher trinken, wenn man was kippen will und zu nem hellen Weißbier oder gar Radler tendiert. Die Geschmacksexplosion bietet der Ursud mähmlich nicht.
Biere nach Punkten oder Noten zu bewerten macht eher nicht so viel Sinn. Es gibt allgemein Gute und Schlechte, die meisten, bzw. quasi alle, sind irgendwo situationsabhängig, so wie das hier eben auch. Wenn man also sagen würde, es ist "besser" als ein XY Weizen, dann liegt man in fast allen Situationen falsch. Und wer will das schon?
So dann wird mal weiter getestet und morgen gibts vielleicht mal n Tutorial vom Grillieren oder?




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